Die ersten Tage


Die kleine Ankunftshilfe für Mensch und Tier“

Die Ankunft der Fellnasen kann auch wenn noch so gut geplant, evtl. sehr spontan sein und gegebenenfalls an einem Ort stattfinden den sie nicht kennen (Bsp. Flughafen). Die Vorfreude auf das Tier zeigt sich sehr Emotional, denn sie haben es sich ausgesucht und wollen ein Leben lang zusammen bleiben. Für diese Entscheidung bedanken wir uns herzlich.

Besonders zu beachten ist, dass die Fellnase eine lange und anstrengende Reise hinter sich hat. Sie wird erschöpft sein und kann Fellnase daher unterschiedlich reagieren! Neue Stimmen, Gerüche, evtl. Artgenossen, Geräusche und noch vieles mehr können evtl. euere  mit Reizen überfluten und er kann sich aus seinem Halsband oder Geschirr problemlos befreien!

 

Sicherheit beim Hund

Es gilt für die nächsten Wochen absolute Leinenpflicht! Mit dem passenden und gut sitzenden Hundegeschirr, Halsband und evtl. Sicherheitsleine, schaffen sie sich und dem Tier eine Schutzzone.

 

Ankunft

Nach der Übernahme keine Zwischenstopps einlegen und sofort nach Hause fahren.

Der Hund bleibt immer an der Leine! Auch im Fahrzeug, Box etc.!

Nicht die ganze Familie mit zur Übernahme mitnehmen, sondern gewählt eine Hilfsperson.

Der Hund bleibt immer an der Leine!

 

Zu Hause

Die Fellnase im Zuhause ankommen lassen. Das heisst nicht bedrängen sondern ihn einfach in Ruhe lassen.

Keine Willkommensparty, keine Reizüberflutungen.

Keine Erwartungen fordern.

Alle Schritte die zb. der Hund von sich aus macht, sind beständig im Gegensatz zu denen welche der Hundehalter von ihm erwarten.

Sobald Ruhe einkehrt Futter hinstellen, am für die Fellnase vorgesehenen Futterplatz.

Zeigt die Fellnase Interesse an seiner neuen Umgebung, erkunden sie diese mit ihr gemeinsam.

Im gesicherten Aussenbereich bleibt der Hund an der Leine!

 

Kinder

Generell ist es zu empfehlen, dass Kinder und Hunde nicht alleine miteinander sind.

Es kann immer zu unvorhersehbaren Situationen kommen.

Zeigen Sie Ihren Kindern den richtigen und respektvollen Umgang mit dem Hund.

Sie dürfen ihn nicht als „Spielzeug“ sehen.

 

Schlafplatz

Zeigen sie dem Neuankömmling seinen Schlafplatz.

Für die ersten Nächte darf dies auch in einem ruhigen Zimmer sein. Dazu Tür leicht offen lassen

Türe in der ersten Zeit offen lassen und grosszügig sein, wenn er „Nachtwandelt“.

Ohren und Sinne offen halten, kann nie Schaden.

 

Spaziergang

Das neue Revier ist voller neuer Gerüche und neuer Lärmemissionen, hier kann es dauern bis der Richtige Baum gefunden wird.

Der Hund bleibt an der Leine!

 

Freunde & Bekannte

Erst wenn die Mensch-Tierbeziehung es zulässt und für beide sicher ist, den Hund vorstellen.

Der Tierschutzhund ist keine Attraktion.

Der Hund bleibt an der Leine!

 

Hundeschule

Eine gut ausgewählte Hundeschule unterstützt die Mensch-Tierbeziehung.

Ein Hund hat nie ausgelernt!

 

Zeit

Urlaub nehmen um den Hund kennenzulernen (mind. 14 Tage), beobachten und sich auf ihn einzustellen.

Es kann bis zu vier Jahreszeiten dauern bis die Fellnase endgültig angekommen ist.

Rituale festlegen Futterzeiten, Schlafzeiten, Spielzeiten.

 

Durchfall, Erbrechen & Urinieren

Stressbedingt können Verdauungsprobleme und oft auch Durchfall auftreten, ohne dass eine organische Erkrankung vorliegt.

Kein Dosenfutter sondern leicht verdauliche Eiweisskost anbieten.

Frischwasser bereitstellen.

Nach 2 Tagen keine Linderung dann TA aufsuchen. 

 

Dieser kleine Ratgeber ist nicht verbindlich und wir können keine Verantwortung für den Inhalt übernehmen. Es gibt keine Regel ohne Ausnahme und von daher appellieren wir auf den gesunden Menschenverstand.

 


Bei Verletzungen und Krankheit - Erste Hilfe beim Hund.


Sicherheitsgeschirr (No-Exit)


So wie wir, unterschätzt der Mensch die Panikreaktion auf laute Geräusche im Alltag (Knall,Feuerwerk, Fehlzündung), die die Flucht eines Hundes aus einem herkömmlichen Geschirr oder Halsband auslöst. Durch panische Rückwärtsbewegung kommen die Hunde aus herkömmlichen Geschirren schnell heraus und entlaufen. 

Gerade bei Tierschutzhunden aus dem Ausland sind die Momente der Übergabe nach einem stressendem Transport die gefährlichsten Situationen, in der die Tiere entfliehen. Mangelndes Wissen bei Adoptanten und Transporteueren kann nur mit einer standardmäßigen Sicherung des Hundes begegnet werden.

 

Die wichtigsten Kriterien für ein sehr gutes Sicherheitsgeschirr sind die Folgenden:

 

• Zweiter Bauchgurt, der Rückwärts-Entwinden verhindert

• bruchsichere feststellbare Sicherheitsverschlüsse

• hochreissfeste Gurt-Materialien, am besten selbstreflektierend

• Verstellbare Brust,- Taillen- und Bauchgurte, zur optimalen Anpassung an den Hund oder maßangefertigtes Sicherheitsgeschirr

• hochreissfestes Garn, welches hohen Zugkräften standhält

Nachfolgend finden Sie einige Shops und Hersteller, bei denen ausbruchssichere Sicherheitsgeschirre erhältlich sind. Wir selbst machen aber keine explizite Werbung für ein bestimmtes Geschirr! Wir haben hier einen Hund mit unserem Sicherheitsgeschirr abgelichtet. Zu jedem Sicherheitsgeschirr gibt es natürlich mögliche Nachteile und Vorzüge. Die Entscheidung zum Sicherheitsgeschirr XY fällt dann der Hundehalter individuell mit seinem Hund. Aber: eigentlich ist das wichtigste überhaupt, dass Sicherheitsgeschirre benutzt werden.


Hier kann man Sicherheitsgeschirre erwerben: hier


 

Das Sicherheitsgeschirr

Das Sicherheitsgeschirr ersetzt in keiner Weise das Hundehalsband, Hundegeschirr oder die Hundeleine! Ist jedoch ein nützlicher und zusätzlicher Helfer bei einem Tierschutzhund oder aber auch bei einem bereits gut eingelebten und leinengewohnten Hund. Das Sicherheitsgeschirr hat den Vorteil, dass es schnell auf den richtigen Umfang eingestellt werden kann. Der Hund wird dadurch nicht gewürgt und reagiert schnell auf den Zug des Halters (direkte Verbindung / Leine als Ganzes) Für den Anfang, darf das Geschirr ruhig satt sitzen damit keine Gefahr besteht, dass die Leine über den Kopf rutschen kann.

 

Tipp: üben Sie vor Abholung des Hundes die Einstellung des Geschirrs